E-Book   –   PDF   –   reales (papierenes) Buch


E-Book – Wozu? Für wen? 

Stand der Dinge Ende Februar 2010:

Die Hardware (E-Book-Reader = E-Book-Lesegeräte) kann noch keine Farbe (scheint ein Problem der Speicherkapazität zu sein - ist also absehbar, dass das in der baldigen Zukunft behoben wird).
Farbige Bilder werden in Graustufen dargestellt - das führt bei vielen Bildern zu einem fast völligen Verlust der Aussage - bei manchen erkennt man nicht einmal mehr, was das sein soll.
Auf iPhones u. ä. sieht man auch Farbe.

Die Lesegeräte haben einen kleinen Bildschirm (kleiner als ein Computer-Bildschirm, natürlich) - darauf wurde die Software ausgerichtet. Der Text fließt also innerhalb des kleinen Bildschirms.

Übliches Layout mit ordentlichen Abständen zwischen den Wörtern sowie Silbentrennung können Sie vergessen. Das geht (noch) nicht. Wer mit Flattersatz (linksbündig, kein Blocksatz) leben kann, erhält ein einigermaßen brauchbares Ergebnis.

Tabellen: Durch den kleinen Bildschirm, der den Satz an die jeweils gebrauchte Schriftgröße anpasst, (und ja, das ist der eigentliche Witz an den Geräten - man kann die Schrift vergrößern und verkleinern) werden auch Schriftinhalte in Tabellen vergrößert, daher können Sie auf einem E-Book-Reader
ab spätestens 3 Spalten die Brauchbarkeit einer Tabelle vergessen
Eine Tabelle soll das Begreifen von vielen Daten vereinfachen - wenn Sie die Daten aber nicht mehr auf einen Blick erfassen können, weil pro Spalte nur noch ein Wort steht, hat die Tabelle ihren Sinn verloren.

Für Leute, die einen PC/Mac/sonstwas mit einem Bildschirm zu Hause haben, ist ein E-Book insofern nett, als man den Rahmen - wie bei einer Homepage - an den Bildschirm anpassen kann. 
ICH würde ich am großen Bildschirm allerdings eher ein PDF des fertigen Buchs nehmen, weil der/die LayouterInnen sich da schon die Mühe einer ordentlichen Gestaltung (Layout) gemacht haben. Bei einem PDF fließt der Text nicht, aber man kann aussuchen, ob man eine Doppelseite des Buchs sehen möchte (linke und rechte Seite nebeneinander), oder einzelne Seiten untereinander. Das Seitenlayout steht, da fließt nix.

E-Book-Anbieter: (http://news.orf.at/stories/2018535/2018224/)

Amazon - "Kindle" - hat Zugriff auf Ihren Computer, wenn Sie Amazon-E-Books lesen wollen. ... Naja. 
Das ist ein geschlossenes System, und selbst wenn Sie ein E-Book bei Amazon bezahlt haben, kann Amazon jederzeit die Verbindung kappen, und Sie haben das E-Book nicht mehr ... (wenn ich ein Papier-Buch kaufe, nimmt mir das niemand mehr weg ...)
Der Kindle kostete Juli 2010 ca. 200,- Euro.

ePub - wird von Thalia und Google Books verwendet.
Das Gerät kostete im Juli 2010 ca. 140,- Euro.



Für LeserInnen:
E-Books sind gut für KonsumentInnen, die 

Für MacherInnen (AutorInnen, SchriftstellerInnen):
E-Books sind gut für SchreiberInnen, die

Wenn Sie nun also als AutorIn Ihr Buch als E-Book herstellen lassen möchten, dann müssen Sie nur wissen -

Fragen Sie mich einfach (poss-verlag(at)chello.at), wenn Sie Ihr Buch als E-Book andenken.

Übrigens hat sich am 1.3.2010 in einem Bericht eines Online-Dienstes bestätigt, dass Verschlüsselungen (DRM) von E-Books & Co den Absatz behindern - ich würde also dazu raten, die E-Books nicht zu verschlüsseln. Ein "Wasserzeichen" vielleicht, aber hier bringt mehr weniger. Artikel untenstehend:

Golem20100301drm


PDF

Ein PDF können Sie per E-Mail versenden, oder auf einen Stick kopieren, oder auf eine CD brennen -
das können die Menschen auch, denen Sie das PDF geben.
Es gibt praktisch keinen Kopierschutz.
"Was aus dem Kopf raus ist, kann kopiert werden."
Und das Kopieren ist billig. Dauert nur Sekunden. Braucht kein Papier. Kann per E-Mail versendet werden.

Wer ein PDF verschickt, hat keinerlei Kontrolle mehr über sein Werk.

Aber:
Wenn Ihr Buch nur für eine (prozentual) sehr kleine Gruppe von Menschen interessant ist, wird es auch für Raubkopierer kaum Sinn machen, es zu stehlen. Die brauchen SEHR VIELE Leute, die kaufen - sonst rentiert sich das Risiko nicht.
In diesem Fall bringt es vielleicht etwas, ein PDF Ihres Buchs zum Kauf anzubieten.
Sie müssen den Druck nicht bezahlen, bloß das Layout, die ISBN, den VLB-Eintrag.

Als Verlegerin meine ich, es braucht ein echtes Buch, damit das PDF ernstgenommen wird ... aber das könnte in einigen Jahren schon anders aussehen.


reales Buch

Das echte. Das papierene. Das Ding, das man in der Hand hält, das ein klitzekleines Bisschen raschelt, beim Umblättern. Das nicht abstürzt. Das man auch ohne Elektrizität lesen kann ... bei Kerzenlicht vielleicht ... oder am Kaminfeuer ...

Unvergleichbar.
Teuer.
Wundervoll.
Geschenkfähig.

Noch Fragen? ;-)