Nachsatz Ende 2009:

Es hat sich herausgestellt, dass die meisten AutorInnen bei Eigenfinanzierung eine Auflage zwischen 250 und 500 Stück beauftragen (dann gehe ich damit nicht mehr zu meinem Lieblings-Digitaldrucker sondern zu meiner "normalen" Lieblings-Druckerei). Je höher die Stückzahl, desto günstiger das einzelne Buch.

Es sollte sich halt ausgehen, mit den verkauften Büchern die Kosten hereinzubringen - also braucht es einen realistischen Verkaufspreis (inkl. 10 % MWSt, die dann auch ans Finanzamt abzuführen ist). Damit das Buch auch wirklich gekauft wird, sollten Sie in Buchhandlungen Preise vergleichbarer Bücher herausfinden und nicht wesentlich teurer sein.

UND der "Einkaufspreis" (also was Sie für Layout und Druck bezahlen) muss genug Spielraum für den Buchhändler-Rabatt geben (üblicherweise 35 % von netto).
Oder Sie verkaufen über eine eigene Homepage (ohne Buchhandel), müssen dann aber auch genug Zeit haben, die Abwicklung zu machen. Rechnung schreiben, Buch versandfertig machen, zur Post gehen - per Nachnahme? - schon aufwändig.
Oder Sie verkaufen Ihr Buch bei eigenen Veranstaltungen - auch aufwändig, aber wenn der Bekanntenkreis groß genug ist, kann eine "zelebrierte" Lesung schon was haben - in einem extra dafür gemieteten Veranstaltungsraum oder einem netten Lokal ...

2007 ... Ein 50-Stück-Auftrag als Beispiel:             

Kosten für 50 Bücher à 192 Seiten (exkl. 20 % MWSt):    Euro 1.440,-

Nun sind 192 Seiten schon recht viel - im vorliegenden Beispiel war das ein Roman.
Ein dünneres Buch kostet weniger, ein dickeres mehr.

Zusatzkosten entstehen außerdem, wenn

Eine genaue Kalkulation kann nur anhand Ihrer genauen Vorstellungen gemacht werden - also anhand Ihres Manuskripts und Ihren Vorgaben, wie Ihr Buch letztlich aussehen soll. Aber so ein bißchen gibt das Beispiel schon eine Idee ...

  


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